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Bluetooth-Smart-Cubes: wie sie funktionieren und wie man sie verbindet

Ein Smart Cube ist ein Zauberwürfel mit internen Sensoren, der jeden Zug in Echtzeit per Bluetooth Low Energy (BLE) meldet — ohne separates Timer-Pad. Diese Anleitung erklärt, wie die Protokolle der wichtigsten Marken funktionieren, was einen GAN von einem MoYu oder einem QiYi unterscheidet, und wie du deinen mit Kruxmind verbindest — nativ über den Browser, an drei verschiedenen Stellen: im Timer, in der Tages-Challenge und im 1v1 online.

Was ein Smart Cube ist und was er löst

Ein normaler Würfel weiß nicht, welche Züge du gemacht hast: Nur ein externer Timer misst die Gesamtzeit. Ein Smart Cube hat einen Sensor pro Teil (oder pro Achse, je nach Design), der jede Drehung erkennt und sofort per BLE überträgt. Das ermöglicht drei Dinge, die ein manueller Timer nicht kann: die Uhr allein starten und stoppen (ohne den Bildschirm zu berühren), den kompletten Solve Zug für Zug rekonstruieren, um ihn später zu überprüfen, und echte Metriken wie TPS (Turns per Second) oder die Zeitaufteilung nach Phase (Cross/F2L/OLL/PLL) messen.

Die Marken und ihre Protokolle

Der Smart-Cube-Markt wird heute von drei Herstellern mit eigenen, untereinander inkompatiblen Protokollen dominiert — keiner nutzt ein standardisiertes BLE-"Würfel"-Profil, jeder hat sein eigenes erfunden:

GAN

Der Hersteller mit der größten installierten Basis und dem am besten dokumentierten Protokoll (unter einer permissiven Lizenz, dank Community-Projekten). Die High-End-Linie ist die 356-i-Serie (356 i → 356 i Play → 356 i2 → 356 i3, der erste mit verstellbaren Magneten) und die 12-ui-Serie (mit "PowerPod", induktivem Akku). GAN hat mehrere BLE-Protokollgenerationen durchlaufen (Gen2, Gen3, Gen4); die neuesten Würfel verschlüsseln die Kommunikation mit AES anhand der MAC-Adresse, was die erste Verbindung etwas erschwert, sie nach dem Pairing aber nicht weniger zuverlässig macht.

MoYu

MoYu hat in der Praxis zwei unterschiedliche Protokolle je nach Modell — eine echte Quelle der Verwirrung für Nutzer:

Wenn sich dein MoYu nicht mit einer App verbindet, die GAN unterstützt, gehört er wahrscheinlich zu dieser zweiten Familie — er braucht einen MoYu-spezifischen Treiber, nicht den von GAN.

QiYi

QiYi nutzt sein eigenes Protokoll (in der Community-Dokumentation als QYSC bezeichnet), mit einem eigenen Pairing-Handshake ("App Hello" mit Anwendungsschlüssel) und CRC-16-Integritätsprüfung. Modelle wie der QiYi AI 3x3 und der QY Smart Cube S nutzen es. Es ist öffentlich von der Speedcubing-Community dokumentiert (inklusive Tools zur BLE-Traffic-Erfassung zur Verifikation).

Kompatibilität mit Kruxmind

Kruxmind verbindet sich nativ, ohne etwas zu installieren, mit allen drei Marken — GAN, MoYu und QiYi — per Web Bluetooth direkt aus dem Browser, und das nicht nur an einer Stelle. Einmal gepaart, funktioniert derselbe Würfel in:

PlattformWeb-Bluetooth-Unterstützung
Android (Chrome/Edge)✅ Ja
Windows/macOS/Linux (Chrome/Edge)✅ Ja
iOS/iPadOS (Safari)❌ Nein — eine Apple-Einschränkung, nicht des Browsers oder von Kruxmind. Apple implementiert Web Bluetooth nicht in Safari.

So verbindest du deinen Smart Cube

  1. Öffne kruxmind.app/timer (oder die Tages-Challenge, oder battle.kruxmind.app für das 1v1) in Chrome oder Edge, mit eingeschaltetem Bluetooth am Gerät.
  2. Wähle im Smart-Cube-Panel deine Marke (GAN, MoYu oder QiYi) und bestätige die Bluetooth-Berechtigung, die der Browser anfordert.
  3. Beim ersten Mal fragen manche Modelle nach der MAC-Adresse des Würfels (sichtbar in der offiziellen Hersteller-App oder mit einem Tool wie nRF Connect unter Android). Sie wird für zukünftige Verbindungen gespeichert — du musst sie nicht wiederholen oder beim Wechsel zwischen Bereichen innerhalb von Kruxmind neu pairen.
  4. Nach dem Verbinden löse den Scramble von Hand: Der Timer erkennt den ersten echten Zug und startet von selbst.

Häufige Verbindungsprobleme

Der Würfel erscheint bei der Gerätesuche nicht

Prüfe, ob das System-Bluetooth eingeschaltet ist (nicht nur das des Browsers) und ob der Würfel "wach" ist (drehe ihn einmal vor der Suche — viele gehen nach ein paar Minuten Inaktivität in den Ruhezustand).

Fragt bei jeder Verbindung erneut nach der MAC

Die Kennung, mit der sich der Browser ein Bluetooth-Gerät "merkt", ist nicht immer sitzungsübergreifend stabil. Wenn er sie jedes Mal erneut abfragt, ist das ein Zeichen dafür, dass dein Browser diese Kopplung nicht dauerhaft speichert — Tab schließen, neu öffnen und erneut versuchen hilft meist.

Unter Windows dauert es sehr lange oder verbindet sich nie von selbst

Die automatische Erkennung nahegelegener Bluetooth-Geräte (ohne manuellen Schritt) ist unter Windows weniger zuverlässig als unter Android — eine bekannte Einschränkung des Betriebssystems, nicht des Würfels. Manuelles Pairing (aus der Liste auswählen) funktioniert genauso gut.

Verbindet sich, meldet aber keine Züge

Manche Modelle brauchen beim erneuten Verbinden (nicht nur beim ersten Pairing) ein Software-"Weck"-Signal, bevor sie mit der Übertragung beginnen. Wenn das nach einer Reconnection passiert (Bluetooth getrennt und neu verbunden), hilft meist ein vollständiges Trennen und erneutes Verbinden von Grund auf.

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